Die Deutsche Post DHL hat sich mit der Szenario-Studie “Logistik 2050” wieder als ausgezeichneter Zukunfts-Träumer erwiesen: In fünf, teilweise wilden Vorstellungen der Welt im Jahre 2050, werden spannende Ideen für unsere Zukunft gezeichnet. Die Homepage unter http://www.delivering-tomorrow.com/de/ ist übrigens sehenswert.
Zukunft als Szenario
In einer möglichen Zukunft wächst die Wirtschaft zügellos weiter und der Kollaps droht. Ein alternatives Szenario zeichnet “Effizienz in Megastädten” oder hyper-individualisierten Lebenstil mit 3D Druckern als Möglichkeit unserer Zukunft. Ebenfalls denkbar ist auch das Szenario des lähmenden Protektionismus falls große Wirtschaftsräume wie die EU zerfallen. Eine der spannendsten Vorstellungen wurde “Globale Widerstandsfähigkeit - lokale Anpassung” getauft: Hier wird vor allem auf die Verletzlichkeit der Infrastuktur durch Wetterphänomene eingegangen. Hoch spannend!
Das schönste an der Studie, ist aber das Video, dass die fast 200 Seiten starke Studie in weniger als 7 Minuten kurzweilig zusammen fasst und illustriert.
Welches Zukunfts-Szenario finden Sie am Spannendsten? Welches am Wahrscheinlichsten? Welche Zukunft wünschen Sie sich? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Ihre
Sandra Staub
Trend Studies
Vorbei die Zeit von Aggro Berlin und ihrem großspurigen Großstadt-Rap. Heute kommt das frischeste Sound-Gemüse in Sachen Sprechgesang aus der Provinz. Die Texte werden nicht in hochdeutsche Phrasen gepresst, sondern bleiben unbehandelt und werden mit Lokalkolorit in Mundart abgetextet. Gerade um die Industrie-Stadt Linz in Oberösterreich nähert sich die Jugend der eigenen Soundkultur mit großen Schritten an.
Urgestein zuerst:
Skero feat. Joyce Muniz
Noch im Sommer 2010 hat es der Texta-Mann Skero mit Joyce Muniz im Gepäck diesem Song an die Alpen-Charts geschafft. Das geniale an dem Song: Mundart-Rap ist das erste Mal breitentauglich und tanzbar. Die Bilder wollen noch auf Gangsta machen, wer den Text versteht, hört die Ironie.
Der Künstler:
Big J
Big J studiert an der Kunsthochschule in Linz gewann schon zwei Mal den AUSTRIAN NEWCOMER AWARD. Er setzt seinem industriell geprägten Umfeld mit Sarkasmus und einer Priese Kunst zu. Er verschmilzt typisches Rapper-Gepose mit internationalen Kontakten und mutigen Texten, die in Mundart wesentlich authentischer kommen als in frisiertem Hochdeutsch. Die geniale Wortkreation „Brooklinz“ stammt aus seiner Feder.
Misthaufen-Beatz
Trackshittaz
Die zwei Bauernburschen Manuel Hoffelner als Manix und Lukas Plöchl (G-Neila) aus Freistadt verfremden Megahits und formen eigene Beats zu aufregend witzigen Tracks. Ihr Stil ist etwas elektronischer und damit auch für Nicht-Rap-Fans machbar. Lukas kommt damit sogar in die letzten Runden einer Casting-Show und macht so im deutschen Sprachraum Furore.
Damit ist klar:
Superlocal ist auch das Musikthema 2011. Künstler zum Anfassen sind nun mal spannender als unerreichbare Plastik-Figuren.
Du hast noch Beispiele für Superlocal Music die Funktioniert?
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Vielleicht haben Sie schon davon gelesen: A Photo a Day, A Picture A Day und ähnliche Web-Initiativen riefen Menschen dazu auf, jeden Tag ein Foto von sich zu machen und ins Web zu stellen. Ganze Blogs wurden so mit fragwürdig guten und interessanten Bildern gefüllt. Sogar ganze Filme entstanden. Ursprünglich als soziales Experiment gedacht, hat es wohl nun Web 2.0 Beine bekommen und läuft von Selbst:
Mashable und Fudder berichteten vor kurzem über DAILY BOOTH.
Beim Webdienst wird propagiert, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagen würde und man bei Ihnen auch frei wäre, diese mehr als tausend Zeichen zu einem Bild zu posten. Natürlich ist die Seite aus UK auf Smartphones wie das iPhone 4 optimiert und freut sich über share-wütige Mitmacher. Quasi so eine Art Twitter für Fotos mit unendlich langen Texten.
Hier das Erklärungs-Video der Macher
Take the DailyBooth Tour. from jon on Vimeo.
Was halten Sie von Daily Booth?
Ist es das nächste große Ding nach Twitter, Facebook und Foursquare? Ist es wie Chatroulette nur ein One-Hit-Wonder?
Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare!
Ihre
Sandra Staub